LESERBRIEFE

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Betrifft: Mietpreisbremse

Anlässlich eines Artikels in Ihrer Zeitschrift ist mir etwas aufgefallen. Und zwar, dass Sie kritischer über das Gesetz zur Mietpreisbremse berichten sollten. Richtig ist, dieses Gesetz hat die Mietpreisentwicklung in keinster Weise eindämmen können. Ironischerweise haben sich alle jeweiligen Wohnungseigentümer bei jeder Mieterhöhung auf dieses Gesetz berufen. Oder anders ausgedrückt: Die Mieterhöhungen wurden uns Mietern gegenüber legalisiert dargestellt. Um das Problem der unendlichen Mietsteigerungen noch in den Griff zu bekommen, scheint mir der Weg eines Mietpreisstopps der noch einzig begehbare.

Dr. Hans S., per Mail

 

Betrifft: Grundsteuer und Gebäudeversicherung

In Ihrer Zeitung gab es mehrfach Briefe von Mietern zu den Themen Grundsteuer und Wohngebäudeversicherung. Da die Nebenkosten enorm steigen und die Bundesregierung verspricht, einiges zu reformieren, stellt sich die Frage, ob die vom DMB schon öfter geforderte Änderung des Gesetzes zur Umlage Grundsteuer auf den Mieter auch mal überdacht wird. Der Mieter hat keine Möglichkeit, der Erhöhung der Grundsteuer zu widersprechen. Noch unsinniger ist, dass bei der Neuberechnung die Höhe der Mieteinnahmen einfließt. Genauso ist es unmöglich, dass Eigentümer die Wohngebäudeversicherung mit allen Bausteinen abschließt, um ihr Eigentum höchstmöglich abzusichern. Die Versicherungsprämie spielt keine Rolle, die bezahlen ja die Mieter.

Bärbel B., per Mail

 

Betrifft: „Kleingartenanlage vs. Wohnraum?“ (MZ 3/2025)

Die Stadt Bonn hat früher „Grabeland“ an finanziell schwache Familien vergeben. Es sollte ihnen die Möglichkeit geben, Gemüse anzubauen, um Geld zu sparen und gesund zu leben. Theoretisch darf man dort nur einjährige Pflanzen anbauen, es sind keine Kleingärten. Seit Jahren sind viele dieser Grundstücke reine Freizeitgrundstücke für Grillfeiern o. Ä. Ich hatte mich vor über 15 Jahren auf eine Warteliste bei der Stadt setzen lassen – erfolglos. Die Grundstücke werden unter der Hand weitergegeben, mit hohen Abschlagszahlungen. 

Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Stadt finanziell schwachen Menschen wieder die Möglichkeit gäbe, günstig Gartenland für den Eigenanbau pachten zu können. Dass Grabeland auch kontrolliert wird (nur für einjährige Pflanzen) und neue Flächen ausgewiesen werden und jeder Bewerber eine reelle Chance hat. Vielleicht über eine Verlosung?

Andrea S., per Mail