Nahrungsmittel, Verkehr und Freizeit
Ein großer Anteil des Budgets geht hierzulande auch für Verkehr, Nahrungsmittel und Getränke (ohne Alkohol) sowie den Freizeitbereich drauf: Im EU-Vergleich lassen sich die Bundesbürger:innen die Mobilität und vor allem das Auto überdurchschnittlich viel kosten: 14,2 Prozent ihres Geldes geben sie im Schnitt dafür aus. Höher liegt der Wert nur in Slowenien (17 Prozent) und Litauen (15,2 Prozent), im EU‑Vergleich sind es 12,7 Prozent.
Für Nahrungsmittel und nicht-alkoholische Getränke wurden in Deutschland 2024 rund 11,2 Prozent des Haushaltsbudgets ausgegeben, zwei Prozentpunkte weniger als im EU‑Schnitt. Am höchsten ist der Wert in Rumänien mit 23,3 Prozent, in der Schweiz mussten die Menschen dagegen nur 8,9 Prozent für diesen Posten aufwenden. Grund dafür sind vor allem unterschiedliche wirtschaftliche Bedingungen: In Ländern mit niedrigen Durchschnittseinkommen, aber durchschnittlichen oder gar überdurchschnittlichen Lebensmittelpreisen wie Rumänien, Bulgarien oder der Slowakei macht dieser Posten einen größeren Anteil am Budget aus. Bei einem hohen Durchschnittseinkommen wie in der Schweiz, in Luxemburg oder Irland fallen Ausgaben für Lebensmittel – selbst wenn diese teuer sind – dagegen deutlich weniger ins Gewicht.
Interessant ist noch der Bereich Freizeit, Sport und Kultur, dafür gaben die Bundesbürger:innen im Jahr 2024 fast ein Zehntel ihres Haushaltsbudgets aus, 2,1 Prozentpunkte mehr als der EU-Schnitt. Das war der höchste Wert aller EU-Länder, auf dem zweiten Platz folgt Schweden mit 9,3 Prozent.
Über alle Kategorien und Ausgabenarten hinweg machen Dienstleistungen den größten Ausgabeposten der EU-Bürger:innen aus: Rechnet man alles zusammen, werden im Schnitt rund 43 Prozent des Konsumbudgets für Dienstleistungen verwendet. Darunter fallen Ausgaben für Dienstleistungen rund um die Wohnung, für die Haushaltsführung, für Gesundheit, Personen- und Warenbeförderung, Freizeit- und Kulturdienstleistungen, Versicherungs- und Finanzdienstleistungen sowie andere Dienstleistungen. In Deutschland liegen die Gesamtausgaben für Dienstleistungen demnach bei rund 46 Prozent.